News > SEXabNORM – Die alten und neuen Grenzen der Lust

COURAGE PartnerInnen-, Familien- und Sexualberatungsstelle am 28.1.2016
Presseaussendung:
Wien, 8. – 9. April 2016, Fachtagung der Österreichischen Gesellschaft für Sexualwissenschaften (ÖGS) und der Sexualberatungsstellen COURAGE:

SEXabNORM – DIE ALTEN UND NEUEN GRENZEN DER LUST

Der Umgang unserer Gesellschaft mit Sexualität proklamiert befreiende Enttabuisierung für alle Menschen: Die traditionelle heterosexuelle lebenslange Zweier-Beziehung als normative Vorgabe ist abgeschafft, polyamoröse Lebensabschnittspartnerschaften werden ebenso gelebt wie die Gleichstellung von Homosexualität mit Heterosexualität.

Sexualität darf und soll Lust bereiten, egal wie jung oder alt man ist und kein Fetisch ist zu ausgefallen, um nicht in Nachmittagstalkshows erörtert zu werden. Geschlechtergrenzen sind zwar nicht aufgehoben, aber als verhandelbares Kontinuum etabliert und mit Sex 2.0 titelt auch schon der Boulevard. …

Haben wir es mit dieser Entwicklung tatsächlich mit der Befreiung von althergebrachten Normen zu tun? Oder geht es um einen Wertewandel, dessen Ergebnisse aber ebenso feste Erwartungen und zu neuen Normen werdende Imperative sind? Gilt die Befreiung tatsächlich für alle Menschen und lassen wir in Gesellschaft, Beratung und Therapie tatsächlich die freie Entscheidung bei den einzelnen Menschen?

Die Fachtagung SEXabNORM – DIE ALTEN UND NEUEN GRENZEN DER LUST
der Österreichischen Gesellschaft für Sexualwissenschaften (ÖGS) und der Sexualberatungsstellen COURAGE stellt Aspekte von Sexualitäten in den Mittelpunkt, die im aktuellen Diskurs über Sexualitäten oft nicht beleuchtet werden:

Welche neuen Normen gibt es in den Neosexualitäten? Welche sexuellen (Un-)Kulturen werden gelebt? Gibt es so etwas wie sexuellen Marktwert in der realen und der virtuellen Welt? Wie sieht das Spannungsverhältnis von Lust und Risiko aus? Wie beeinflussen Liebe, Beziehung und Sexualität einander in Langzeitbeziehungen? Wie sieht die tatsächliche Lebenssituation von LGBTIQ-Personen aus, auch angesichts des Paradigmenwechsels im Bereich Genderdysphorie? Welche Rolle spielt Prostitution heute und welche Rahmenbedingungen findet sie vor? Gestehen wir Kindern und Jugendlichen Sexualität zu? Was tun Institutionen für oder gegen die Sexualität von betreuten Menschen und welche Rolle spielt Sexualassistenz hier?

Diese und mehr Fragen werden von international renommierten ExpertInnen in Vorträgen erörtert und in zahlreichen Workshops vertieft. U.a. mit Johannes Wahala (Wien), Martin Dannecker (Berlin), Harald Krutiak (Berlin), Bettina Vibuti Uzler (Berlin), Wolfgang Wilhelm (Wien), Ilka Quindeau (Frankfurt), Uwe Sielert (Kiel), Nina de Vries (Berlin), Elisabeth Vlasich (Wien), Elisabeth Cinatl (Wien), Annika Spahn (Freiburg), Christoph Burstup Weiss (Wien).

Rückfragehinweise: BERATUNGSSTELLE COURAGE, Tel.: 01 / 585 69 66, info@courage-beratung.at

Ausführliche Informationen zum Programm und zur Anmeldung finden Sie unter

http://www.courage-beratung.at/fachtagung
Quelle: Presseaussendung 28.01.2016



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